O1 weiter in Hoch: 8:2 Sieg gegen Frick 2

11 Dezember 2021

Autor: Dominik Zeltner, Posted in Meisterschaft


Zum Abschluss der Vorrunde trat Olten 1 die Reise ins Fricktal an, um gegen den Aufsteiger Frick 2 zu spielen. 
Da das Spiel an einem Freitag war und Freitag jeweils Burgertag ist, gehört das Ganze ein bisschen ausgeschmückt. 
Jeder seriöse Sportler weiss ja, dass die Ernährung einen grossen Einfluss auf die sportliche Leistung hat. Da wir im Olten 1 seriöse Sportler sind, schauen selbstverständlich auch wir auf die optimale Ernährung. So trafen José, Urbi und ich uns wie oft am Freitag zum Mittagessen. Freitag ist der Tag, an dem Urbi und ich in Olten arbeiten und José in Olten Berufsschule hat. Die Mittagspausen passen dabei perfekt. Diese Woche war mal wieder burgern im Chöbu angesagt. Ein Hamburger ist die perfekte Kombination aus Gemüse (Tomaten, Gurken, Zwiebeln), Kohlenhydrate (Brot), sowie Proteine (feinstes Schweizer Rindfleisch, Mayo, Käse). Also die optimale Sportlernahrung! 

So war also bereits eine gute Basis gelegt.  
Nach der Arbeit, bzw. Schule, trafen wir uns erneut, diesmal im schönen Oltner Adventsdorf zum Abendessen. Hartmut hatte ein Durcheinander und schaffte es nicht rechtzeitig.

Am Fischstand liessen wir uns mit einem Probiererli zu Zanderfilet im Bierteig mit Pommes anfixen. Da Fisch ja bekanntlich sehr gesund ist und jeder weiss, dass Urbi und ich grosse Fischgourmets sind, waren sofort 3 Kunden gewonnen. 


Da zu einem richtigen Abendessen auch ein Dessert gehört, spendierte Coach Urbi noch eine Runde Riesen-Crêpes mit Nutella. 
Dieses Ding sollte mir noch für den Rest des Abends im Ranzen liegen. 

Um 18:35 Uhr bestiegen wir, nun auch mit Hartmut, zu viert den Zug nach Aarau. Von da aus gings mit dem Postauto über das tief eingeschneite Benkerjoch ins Fricktal.
Da fuhren wir durch die abgelegensten Käffer. 
Hier hat sicher noch nie jemand etwas von Tischtennis gehört. 

In Frick angekommen, wurden von Schmidle die Zertifikate kontrolliert. Meines wurde extra am Vorabend für ein weiteres Jahr/Halbjahr/Vierteljahr upgedatet/geboostert. 
Die Frickadellen (Zitat Ronnylaughing) standen uns mit der Stammbesetzung Roli Döbeli (B11), Christoph Zehnder (B11) und Dominic Suter (C10) gegenüber. 
Bei uns nahm der Rotation gemäss Urbi auf dem Coachingbänkli Platz, es spielten also Hartmut, José und ich (Dominik). 
Ein Sieg war das Ziel und wir starteten gleich flott. Hartmut setzte sich gegen Roli in 4 umkämpften Sätzen durch. Ich tat gleiches gegen Dominic. 
Ebenfalls über 4 Sätze ging das Spiel Christoph - José, diesmal jedoch mit dem besseren Ende für den Fricker. 
In der zweiten Runde bekam ich es mit Christoph zu tun und dieser wahrte seine weisse Weste. Ausser beim einen stinknormalen Unterschnittaufschlag von mir, den er 1 von etwa 15 mal zurückbrachte, spielte Christoph extrem solid, druckvoll und sicher und war klar besser. 1:3 Niederlage aus meiner Sicht. José bekam es am Nebentisch mit Roli zu tun. Roli Döbeli, der Beni Schafer des Fricktals, hatte dabei - anders als sein Pendant aus Brugg - nicht seine liebe Mühe mit der "Goooonte, immer Goooonte", sondern mit dem guten alten Netz. Als José den Matchball zum klaren 3:0 Sieg dann auch noch mit einem Netzroller versenkte, fiel Roli vor Schreck der Schläger aus der Hand und über den Tisch. 
Hartmut überliess Dominic in 3 Sätzen lediglich 11 Punkte. Somit waren wir vor dem Doppel mit 4:2 in Führung und auf Kurs. 
Das Doppel wurde eine souveräne Beute der Aargauermeister Hartmut/José. 
In der letzten Runde hatte Hartmut einen engen Fight gegen Christoph. Im 4. Satz konnte Hari(moto) ein 3:9 in ein 12:10 kehren und zum Siegesschrei ansetzen. 
Am Nebentisch gab es für mich eine lang ersehnte Premiere. Zum ersten mal kam es auf Wettkampfebene zum Duell Döbeli - Zeltner. Ich schätze Roli ja schon sein Jahren. Bereits zu meinen Juniorenzeiten war es jeweils eine Highlight, wenn an einem Turnier Döbeli ausgerufen wurde. Dann wusste man, an welchen Tisch man zuschauen musste da es eskalationstechnisch interessant werden könnte tongue-out In dieser Hinsicht wurde ich jedoch enttäuscht. Roli hatte sich 5 Sätze lang total im Griff und war ruhiger als ich. Da musste ich zwischendurch einen Kontrollblick machen, ob denn wirklich der Döbeli vis à vis war. Abgesehen vom Startsatz waren alle Sätze eine klare Sache. Für die Zukunft bleibt für dieses Duell also noch Luft nach oben, was die Spannung angeht. Im 5. Satz konnte ich mich durchsetzten. 
Ebenfalls einen Fünfsätzer, jedoch einen um einiges spannenderen, lieferten sich José und Dominic. Nach verlorenem Startsatz putzte Chöseli den Fricker 2 Sätze lang gnadenlos runter. Danach war aber halt noch nicht fertig. Domi gab nicht auf, kämpfte sich in den 5. Satz und kam da sogar zu insgesamt 5 Matchbällen. Doch unser Spanier drehte das Spiel wie einen Tortilla und setzte sich 15:13 durch. Mit 8:2 holten wir uns somit den wohl etwas zu hohen Sieg und 4 weitere Punkte. Wenns läuft dann läufts. 
Somit haben wir Rang 4 zementiert und stehen ziemlich genau da, wo wir selber uns vor der Saison gesehen haben. Der grosse Trainingsfleiss zahlt sich definitiv aus. Und der Ernährungsplan natürlich auch. Sollte ein Sportler eine Ernährungsberatung brauchen: Wir sind für dich da innocent

Nach dem Spiel gingen wir alle zusammen in die Beiz (Adler). Da war dann kulinarisch Sense bei uns. Die Fischknusperli und der Crêpe lagen immernoch auf. Einzig Hartmut und die Gegner gönnten sich einen Feuerwehrteller oder Ähnliches. Wie man es von Frick nicht anders kennt war es ein lustiger Beizenbesuch. Das Spiel rückte sofort in den Hintergrund. Schade, dass wir diese sympathische Mannschaft aller Voraussicht nach wohl nächste Saison in der 1. Liga vermissen werden müssen. 

Die Rückreise mit Postauto und Zug gelang nicht allen optimal. Der Zug von Aarau nach Olten hatte 2 Minuten Verspätung. So verpasste José in Olten seinen Anschlussbus nach Lostorf und hätte 1.5h warten müssen. Doch Hartmut zeigte Erbarmen, nahm das Taxi zu sich nach Hause und fuhr von dort aus unseren Teamjüngling mit dem Auto heim. Merci Hari! Einfach eine geile Mannschaft! Danke auch an Urbi für das Coaching. Hopp Oute 1, Ufstieg! 


















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