Olten 1 am Burgdorfer Schlosscup im Final

10 November 2021

Autor: Dominik Zeltner, Posted in Turniere


Am vergangenen Samstag fand in Burgdorf das 3er-Mannschaftsturnier des Schlosscups statt. Wie immer mal wieder nahm auch dieses Jahr eine Oltner Delegation teil. Olten 1 trat mit Urbi, José und mir (Dominik) an. Hartmut wurde aufgrund der Beschränkung auf maximal 32 Klassierungspunkte nicht in Betracht gezogen. 
Die Teams wurden in 5er Gruppen eingeteilt, wobei in jeder Begegnung die Nr. 1 zwei Einzel und ein Doppel, die Nr. 2  ein Einzel und zwei Doppel und die Nr. 3 jeweils ein Einzel und ein Doppel zu bestreiten hatten. Es war also davon auszugehen, dass wahnsinnig viele Spiele anstehen würden und wir entsprechend physisch bereit sein mussten.

Urbi und ich gingen deshalb im Vorfeld mal wieder im Raum Aarau auf eine ausgedehnte Joggingrunde

Die anschliessende Minigolfpartie zählen wir mal nicht zum Ausdauertraining dazu. 

José weilte im Sprachaufenthalt in England und konnte deshalb 3 Wochen lang kein Tischtennistraining besuchen. 
Unsere Joggingselfie liess er dann aber natürlich nicht tatenlos auf sich sitzen, schnallte sich ebenfalls die Joggingschuhe um und rannte der Küste entlang:


Obwohl nicht beim Turnier dabei, machte daraufhin auch Hartmut keinen auf schwach und ging mit seinem TTC Olten Käppi auf eine lange Joggingrunde: 


Olten 1 war also physisch top vorbereitet auf ein langes und anstrengendes Turnier.

In Burgdorf angekommen, wurde zuerst vor dem Spiegel posiert, wie Teenies vor dem Ausgang.

Obwohl Urbi und ich bisher noch an jedes Mannschaftsturnier top motiviert angereist waren, es aber dann auch wirklich jedes mal verkackt hatten, stiegen wir wiederum mit grösster Motivation und Spielfreude ins Turnier ein. Irgendwann muss es ja mal aufgehen. 
Unsere erste Begegnung bestritten wir gegen die Lokalmatadoren Burgdorf 1 mit dem jungen Ramon Wittwer (Elo B14), dem erfahrenen Jürg Wittwer (C8), sowie dem ebenfalls jungen aufstrebenden Louis Reinhard (C10). Abgesehen von den Spielen Urbi - Ramon sowie José - Louis konnten wir uns in allen anderen Partien - wenn auch teilweise sehr knapp - durchsetzen. So gewannen wir zum Auftakt mit 4:2. 

Die nächste Partie bestritten wir gegen Heimberg 3 mit Sämi Morales (A16), Lukas Spring (C10) sowie Mäsää Zingg (C7). Hier setzte sich in jeder Partie der höher klassierte Spieler durch. Urbi konnte dem äusserst spielfreudigen Sämi immerhin einen Satz abnehmen, ich sogar deren 2. Zu einem Sieg reichte es aber dann doch knapp nicht. Summa summarum resultierte ein gerechtes 3:3 Unentschieden, welches jedem Team einen Punkt einbrachte.  
Im 3. Spiel gabs dann eins auf die Mütze. Gegen Young Stars 1 mit Samir von Däniken (A16), Manuel Graf (B14) aka Hotz 2.0 sowie Christian Jansen verloren wir 2:4. José im Einzel sowie das Doppel José/Urbi waren siegreich. Ich verpasste den Exploit gegen den bekanntermassen stets äusserst fairen und sympathischen Samir Von Däniken mit 9:11 im 5. Satz nur knapp. 

Nun waren wir fürs letzte Spiel gefordert. Gegen Heimberg 2 musste ein Sieg her, um noch Chancen auf ein Weiterkommen zu haben. Zur Verstärkung kamen Papa, Mama und Bruder Carabantes mit dem spanischen Cousin Dani, der gerade in der Schweiz weilte, vorbei.  Sie sahen viele enge Spiele gegen zum Teil schrecklich gelaunte Gegner. Trotz bejubelter Netzroller eines Gegners blieben wir stets ruhig und hatten Freude am Spielen und dies zahlte sich am Ende aus. Die engen Spiele gingen allesamt an uns, was zu einem Endergebnis von 4:2 führte. 

Nun hiess es ca. 4 Stunden warten. Der Zeitplan der Organisatoren ging nicht ganz auf, was aber überhaupt keine Rolle spielte, denn für etwas gab es ja ein schmackhaftes Buffet und äusserst gute Gesellschaft. Nachdem alle Gruppenspiele absolviert waren, gab es in unserer Gruppe 3 Teams mit gleich vielen Punkten und dem gleichen Matchverhältnis. Unter den Augen von Pesche Wahlen, dem regelkundigsten aller Regelkundigen, wurden die Sätze ausgezählt. Dabei konnten wir knapp vor Burgdorf den Gruppensieg feiern. Für Young Stars reichte es ganz knapp nicht für ein Weiterkommen. 

Als Zwischenrunde wurde zur Auflockerung eine 1-Punkte-Serie gespielt. Dabei wurden aus einem Lostopf mit allen angemeldeten Spielern jeweils zufällig zwei gezogen, die dann gegeneinander genau einen Punkt spielten. Der Gewinner dieses Punktes kam eine Runde weiter, der Verlierer flog raus. Wir 3 rösteten jeweils munter drauf los. Dies ging bis ins Viertelfinale gut, dort flog Urbi gegen Sämi von Büren raus. Im Halbfinale kam es zum Oltner Duell José gegen mich. Weil es nur auf einen Punkt ging, hatte ich ausnahmsweise mal eine Chance gegen die Màquina Española. Im Finale konnte ich dann auch noch gegen Sämi von Büren den Punkt machen und diese prestigeträchtige (Spass-)Serie gewinnen. Ob es dafür Nervenstärke braucht oder ob es einfach nur pures Glück ist, wer auf einen Punkt gewinnt, darf jeder selber entscheidenwink 

Anschliessend ging es wieder ernster zu und her, schliesslich standen die Halbfinals an. Wir trafen dabei auf die junge Ostermundinger Mannschaft mit Noel Blumer (B12), Tim Schär (C9) sowie Ma Long (C8). Von nun an galt dem Einzel der Nummer 3 besondere Bedeutung, da dieses bei einem Unentschieden über das Weiterkommen entscheidet. 
Nach den ersten Einzeln führten wir 2:1, wobei José eben dieses wichtige 3. Einzel gegen Ma Long (Gabriel Schmid) im 5. Satz gewann. So brauchten wir noch einen Sieg für den Finaleinzug. Diesen holten Urbi und ich im Doppel in 5 Sätzen. 


Im Final kam es zur Revanche gegen Burgdorf. Wir starteten genau gleich wie in den Gruppenspielen: Urbi verlor gegen Ramon, ich gewann gegen Jürg und José musste sich in einem genialen Match gegen Louis im 5. Satz nach zahlreichen Ballwechseln für die Galerie geschlagen geben. Das obere Doppel ging ebenfalls wiederum an uns. Nun musste für einen Sieg noch das untere Doppel sowie das Einzel der beiden Nummern 1 ebenfalls gewonnen werden. Beide Spiele gingen in den 5. Satz. Da holte sich Ramon gegen mich mit vielen schönen Punkten den knappen aber absolut verdienten Sieg. Kurz darauf vergeigten auch Urbi/José einen Matchball und verloren das Doppel. 
Mit 4:2 setzte sich also das Heimteam durch. Wir gönnten diesem stets äusserst fairen Team den Heimsieg und waren gleichzeitig sehr zufrieden mit unserer Leistung und dem 2. Rang! 
Um 23:15 Uhr war das Turnier beendet. Die 11 bis 17 Spiele, die in unseren Knochen steckten, machten sich bei der Siegerehrung bemerkbar:Der Sprung vom Podest wurde vorbereitet wie ein Sprung von einer 20 Meter Klippe. 

Die Landung sieht eher aus wie Altersturnen yell

Auf die k.o.-Runde hin flog spontan noch der ehemalige TTCO Grossschnorri und Fresssack Marc Amsler ein und unterstützte uns.

Eigentlich wäre ursprünglich geplant gewesen, nach dem Turnier in Langenthal auszusteigen und im El Mosquito Fajitas essen zu gehen. Da bereits beinahe Mitternacht war, war das nicht mehr möglich. So wurde der Plan geändert, neues Fressziel war der Noon-Dönerladen in der Oltner Innenstadt. Zum Glück war Marc mit dem Auto da, so kamen wir doch noch vernünftig da an. 
Was gibt es besseres, wenn man komplett ausgelaugt ist und jeder Muskel schmerzt, als Döner, Bier und masslos dummes Geschwätz mit super Leuten? 


So ging um halb 2 am Morgen ein richtig geiler Turniertag zu Ende. Ich bedanke mich bei meinen Mitspielern, unseren mitgereisten Fans sowie den Organisatoren vom TTC Burgdorf für den gelungenen Tag!









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