Olten 1 steigt in die NLC auf

21 Mai 2005

Autor: Peter, Posted in Meisterschaft

Markus und Ronny im Doppel-Einsatz.

Weite Reise - grosser Erfolg

Die Oltner schaffen in Bernex GE den Aufstieg in die NLC

Mit Aussenseiterchancen in die Aufstiegsspiele in Bernex gestartet, kehrten die Oltner als frisch gebackene NLC-Aufsteiger aus dem Genfer Vorort zurück. Die Pluspunkte hiessen Teamgeist und ein bestens aufgelegter Markus Weber.

von michael forster (Oltner Tagblatt)

Natürlich hatte man aufseiten der Oltner insgeheim mit dem Aufstieg in die dritthöchste Liga des Landes gerechnet. Schliesslich dominierte man die 1. Liga-Gruppe quasi nach Belieben, und dennoch: nach der Niederlage im Spiel um den Titel des Nordwestschweizer Meisters gegen Möhlin geriet der Oltner Motor ins Stocken. Zwar durfte man sich nach dem Verzicht der Aargauer trotzdem auf die Aufstiegsspiele freuen, doch Coach Heinz Bruder hatte im Hinblick auf die sieben Partien im fernen Bernex eine Menge Arbeit vor sich. Doch es gelang ihm, das Team auf das Wochenende X perfekt einzustellen: «Die Vorbereitung war schon happig», blickt Toni Amsler zurück, «doch sie war perfekt getimt. Besser als in Bernex können wir nicht spielen.»
Eine Oltner Mannschaft in Topform war gegen die sieben anderen 1.-Liga-Meister aber auch vonnöten, das wusste man. Denn bereits am ersten Tag warteten die nominell vier stärksten Teams auf die Aarestädter. Dabei gelang der Auftakt nach Mass. Sarnen, als Mitfavorit gehandelt und am Ende als Sechster knapp am Aufstieg gescheitert, bescherte den Oltnern völlig überraschend die ersten drei Punkte. Ein knapper 5-Satz-Sieg im Doppel sowie der Triumpf von Ronny Pfüller über den starken Daniel Friedländer (B15) ebneten den Weg zum erfreulichen Auftakt für die Oltner.


Nach dem ersten Tag auf Kurs
Beinahe schon Sensationscharakter hatte in der zweiten Begegnung der Sieg von Markus Weber (B11) gegen den als A16-klassierten Markus Baumann, der gegen den eigentlichen Gruppenfavoriten Rapperswil-Jona den Weg zum unerwarteten Punktgewinn ebnete. Vier Punkte nach zwei Partien: Olten war mehr als nur auf Kurs und setzte gegen Delémont noch einen drauf. Sämtliche Einzelspieler gewannen zwei ihrer drei Spiele, was zusammen mit dem Sieg im Doppel zum 7:3-Sieg und drei weiteren Punkten reichte. Da mochte selbst die Nullnummer (2:8-Niederlage) gegen Bulle die Stimmung am Ende des ersten Tages nicht trüben.

Ligaerhalt wird erste Priorität geniessen
Am Sonntagmorgen kam es gleich zum Solothurner Duell gegen die Hauptstädter, die gegen den TTC Olten zwar mit 4:6 unterlagen, am Ende als Fünfte (nach dem Rückzug von Basel aus der NLA) dennoch den Aufstieg in die NLC realisierten. Nach dem gelungenen Auftakt auch am zweiten Tag hatte man gegen Bernex bereits einen ersten Matchball. Zwar musste Amsler, der sich nicht sonderlich gut fühlte, für den verletzten Pfüller einspringen, doch die Gäste erkämpften als Team den Sieg - nicht zuletzt dank Markus Weber, der alle drei Einzel (selbst gegen den 20-jährigen B15er Loris Biro-Levescot) gewann und seine grossartige Form ein weiteres Mal unter Beweis stellte.
Somit verkam die Partie gegen Tenero mehr oder weniger zur Kür, die mit einem 9:1-Sieg vollauf gelang. «Wir sind als Team aufgetreten und haben uns bestens auf die Umstände eingestellt», sieht Amsler einen der Gründe für den Oltner Exploit in der mentalen Stärke. Man habe sich auch vom langen Anfahrtsweg nicht beeinflussen lassen und war in einem gemütlichen Hotel bestens aufgehoben. Olten promoviert also als Dritter der Aufstiegsrunde in die NLC - eine Liga, die auf jeden Fall gehalten werden will. In der Achtergruppe steigt der Letzte direkt ab, deshalb ist das erkärte Ziel der rettende 7. Platz.

 

 

 

Ronny streckt sich.

Markus Weber.

Toni Amsler.

Markus und Ronny.

Stefan Rüegg, genannt der Kleber.

Coach Heinz nimmt Markus in die Mangel.

Nach der Anstrengung etwas Himbeersirup.


Toni lässt sich das Manna per Wind in den Mund träufeln.

Auch Hansruedi nimmt einen kräftigen Schluck.

Das sieht ja schon gut aus.

Der Aufstieg wird gebührend gefeiert.

Back to the Roots.


Selena, die Tochter von Toni Amsler, hat ein eindruckvolles Kunstwerk erschaffen.