Hartmut krönt sich wieder einmal zum Clubmeister

25 August 2021

Autor: Dominik Zeltner, Posted in Turniere

Wie bereits letztes Jahr mussten wir auch dieses Jahr die Clubmeisterschaft pandemiebedingt ein paar Monate nach hinten schieben. 
Letzten Samstag war es nun so weit: Die Zeit der grossen Sprüche war vorbei, jetzt musste geliefert werden. 

Die Ausgangslage war äusserst spannend. Aufgrund der Trainingsleistungen gab es nicht weniger als 5 Spieler, denen jeder den Titel zugetraut hätte. Die Spitze war somit so breit aufgestellt wie noch nie seit ich beim TTCO aktiv im Geschehen dabei bin. 

Die 10 angetretenen Spieler hatten unterschiedliche Ziele: 

- Peter J. wollte seine Griechenland-Ferienbräune präsentieren.
- Kenneth wollte gute Ballwechsel spielen und herausfinden, wie viel noch fehlt, bis er uns in ein paar Jahren die Ohren lang zieht.
- Urbi wollte seinen Titel verteidigen und Clubmeister werden
- Zeltner wollte zum 9. mal in Folge in den Final kommen und auch mal wieder Clubmeister werden.
- Stefu wollte zum 4. mal Clubmeister werden. 
- Hartmut wollte "ein letztes mal" zeigen, dass er auch mit 61 noch "ganz knapp" mit den jungen mithalten kann, und Clubmeister werden. 
- José wollte zeigen, dass er nicht nur im Training der klar Beste ist, und Clubmeister werden. 
- Toni wollte zeigen, dass er Kuseli mittlerweile im Griff hat. 
- Kuseli wollte zeigen, dass ihn Toni immer noch nicht im Griff hat. 
- Heinz wollte selbstverständlich wie jedes Jahr auch Clubmeister werden.


Diese 10 Spieler trafen also am Samstagmorgen in der Halle ein. Die Teilnehmerzahl war auch schon höher und sollte eigentlich auch höher sein. 
An dieser Stelle ein Danke an Kenneth, welcher kurzfristig einsprang und wir somit fürs Doppel eine gerade Anzahl Spieler hatten. 

Am Morgen machte wie immer das Doppel den Auftakt. Dabei wurde jeweils ein Spieler der höher klassierten Hälfte einem Spieler der tiefer klassierten Hälfte zugelost. 
Das Los wollte es, dass der massiv unterklassierte José gleich noch Hartmut zog und somit war klar, wer die Gejagten sind. 

Nach den Gruppenspielen spielten die ersten beiden Teams das Finale, Nummer 3 und 4 spielten das Spiel um Rang 3. 

Dies ergab folgende Schlussrangliste: 

1. José/Hartmut
2. Kuseli/Toni
3. CalandaPeter/Dominik
4. Kenneth/Stefan
5. Heinz/Urbi

Gratulation an die klaren neuen TTCO Clubmeister im Doppel! 




Nach dem Doppel gab es einen Sandwich-Lunch vor der Halle. Nach fachgerechter Unterbringung der Baguettes im Magen machten sich die 4 Spieler von Olten 1 auf, zur Verdauung eine Aufwärmjoggingrunde durchs Quartier zu machen. 
Um 13.30 Uhr waren dann alle bereit um mit dem Einzel zu starten. 
Zusätzlich zu Roli, der schon am Morgen als Only-Fan da war, stiessen nun auch noch Marcel, Larissa und Adci dazu. Coole Sache!

Gespielt wurde in 2 Fünfergruppen, die nach Klassierungen aufgestellt wurden, mit dem Titelverteidiger Urbi als Gruppenkopf der Gruppe A. 

Nach den Gruppenspielen ergaben sich folgende Ranglisten: 

Gruppe A: 

1. Urbi
2. Stefan
3. Toni
4. Heinz
5. Kenneth


Gruppe B: 

1. Dominik
2. Hartmut
3. José
4. Kuseli
5. Peter J



In der Gruppe A lieferten sich Urbi und Stefan einen heissen Fight um Rang 1, welcher im 5. Satz zu Gunsten von Urbi ausfiel. 
Ebenfalls im fünften Satz setzte sich Toni gegen Heinz durch. Abgesehen von einem Satzgewinn von Kenneth gegen Heinz gingen sonst alle restlichen Spiele dieser Gruppe mit 3:0 relativ klar aus. 

In der Gruppe B war es erwartungsgemäss ein bisschen ausgeglichener. Kuseli zog einen Sahnetag ein und machte allen das Leben ziemlich schwer. José und ich konnten das Spiel gegen ihn im 5. Satz gerade noch rumbiegen, Hartmut in der Verlängerung des 4. Satzes. 
José startete mit einem Sieg gegen Hartmut, verkrampfte sich aber zu sehr und fand für den Rest des Tages nicht mehr zu seinem gewohnt powervollen Spiel. Hartmut erholte sich von seiner Startniederlage und gewann die restlichen Spiele. 


In den Viertelfinals setzte sich Titelverteidiger Urbi mit 3:0 Sätzen klar gegen Kuseli durch und meldete seine Ambitionen auf den erneuten Gewinn des grossen Pokals endgültig an. Toni gönnte sich schon vor dem Spiel gegen Hartmut ein Bier. Das Turnier sei für ihn ja jetzt dann sowieso vorbei und man dürfe schliesslich keine Gelegenheit für ein Bier verpassen. Beflügelt vom Hopfentrank knöpfte er Hartmut immerhin einen Satz ab. 
Stefan lieferte gegen José eine grosse Partie ab und setzte sich in 4 Sätzen durch. Diesmal half Chöseli, anders als vor einem Jahr, die familiäre Unterstützung nicht. Heinz schnappte sich gegen mich den Startsatz. Danach begann er wahrscheinlich ein bisschen zu viel zu denken und entsprechend zu wenig zu treffen, was in einem 3:1 resultierte. 

Die Halbfinals lauteten somit Urbi - Hartmut und Stefan - Dominik

Stefan führte dabei bereits 2:0, bevor im Spiel am Nebentisch überhaupt der Startsatz fertig war. Danach kippte das Spiel ins andere Extrem, bevor der 5. Satz wieder sehr spannend wurde. Schlussendlich setzte sich der Schreibende durch und sicherte sich den Platz im Finale. 
Wenn diese Pfeiffe im Final steht, dachte sich Urbi, wolle er erst recht dahin. So kämpfte er sich gegen Hartmut in den 5. Satz und auch da gegen Schluss noch einmal voll zurück. Nach 9:8 Führung für Urbi legte Hartmut noch einmal eine Schippe drauf und holte sich die 3 Punkte zum Sieg. 

Auch das Spiel um Rang 3 war eine äusserst enge Kiste. Nach vielen sehenswerten Ballwechseln setzte sich Stefan im 5. Satz mit 11:9 durch und sicherte sich den Platz auf dem Podest. 

Die Geschichte des Finals ist dann relativ schnell erzählt: Hartmut spielte extrem fokussiert, druckvoll und solide. Dumme Fehler gab es gar keine. 
Ganz im Gegensatz zu mir: Ich zelebrierte den Stierli-Spezial mit aussergewöhnlich vielen Aufschlagfehlern. 
So setzte sich der Altmeister auch im 4. Final gegen mich eindrücklich in 3 Sätzen durch. Mit 61 Jahren Clubmeister und das in einer Zeit mit trainingsfleissigen Gegnern, die sich im vergangenen Jahr noch einmal verbessert haben, davor kann man nur den Hut ziehen! Oder wie Adci es sagen würde: '"Château, château!" sagt der gepflegte Franzose.' wink 
Bärenstark Hari, herzliche Gratulation! Aber wir werden selbstverständlich weiterhin nicht ruhen und dich nächstes Jahr wieder jagen cool

Somit ist auch etwas weiteres endgültig bewiesen: Entgegen den gängigen Behauptungen der Leilas, Urbis, Josés und Adcis dieser Welt, bin ich mit 2 Siegen in 9 Finals nun hochoffiziell statistisch erwiesen kein Gewinnertyp, sondern ein Losertyp smile

Nach dem Turnier gingen wir wie bereits letztes Jahr in die Pizzeria Gäubahn. Da nahm die Katastrophe ihren Lauf. Der miserabelste Service, den man sich nur vorstellen kann. Man wurde nur angeschnauzt, sass praktisch permanent auf dem Trockenen. 

Nachdem wir die Pizza trotz xfacher Nachfrage ohne Getränke essen mussten, holten Urbi und ich beim Bahnhof Hammer Cola vom Selecta Automaten. 
Nie wieder Gäubahn! Sorry dass ich euch da hin geführt habe. 
Etwas Positives hatte der Abend aber schon noch: Dadurch, dass Kenneth bei Urbi und mir sass, musste er sich einen Abend lang unser Geschwätz anhören. Schon nach kurzer Zeit hatte er voll den Durchblick, wann wir die seriöse Wahrheit sagten und wann wir einfach brandschwarz lügten. So schnell konnte uns noch keiner lesen, schon gar nicht ein Muggi wink


Nachfolgend noch ein paar Bilder des Tages:




Hartmut versucht den Ball zu essen



Kenneth machte bereits im Doppel eine gute Falle


Hartmut und José gingen trotz haushoher Favoritenrolle total fokussiert ans Werk


Die Hartmut-Signature-Grimasse beim Aufschlag im Finale

Ein Aufschlag so schnell, dass gar kein scharfes Foto möglich war

Derweil bewachten die kahlköpfigen Bodyguards den Pokal. Wobei Peter sich eher noch am Strand in Griechenland zu wähnen scheint.


Der entthronte Clubmeister übergibt den Pokal seinem Nachfolger


Letztes Jahr war das noch genau umgekehrt. Hartmuts Freude war logischerweise gross


Mit letzter Kraft wurde der Pokal in die Höhe gestemmt


So sehen Sieger aus


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